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Abdominalchirurgie

Bauchdeckenchirurgie

(Hernien)

Als Bauchdecke wird die gesamte Begrenzung des Bauchraumes gesehen, insbesondere nach vorne, zur Seite aber auch nach unten und oben. Eine Schwäche im Gefüge dieser Bauchdecke wird als Hernie bezeichnet und je nach Lage und Entstehungsursache eingeteilt in:

Leistenhernie (direkt/indirekt) (lat.: Inguinalhernie)
Im Bereich der Leiste, vorwiegend Männer betreffend,kann diese offen wie minimalinvasiv behandelt werden jedoch basieren die Konzepte auf unterschiedlichen Ansätzen: Während in der offenen Variante die einzelnen Schichten getrennt und neu vernäht werden, beruht der minimal invasive Ansatz auf der Idee die bestehende Lücke mit einem Netz von innen abzudecken.

Nabelhernie (lat.: Umbilicalhernie)
Der Nabel ist ebenfalls ein potentielle Schwachstelle der Bauchdecke, ähnlich wie die Leistenregion, jedoch wird der Verschluß hier in erster Linie offen durchgeführt. Ob dabei ein Netz implantiert wird, hängt von Größe, Gewebebeschaffenheit und Einschätzung des Operateurs ab.

Narbenhernie (lat.: Hernia cicatricea)
Narbenhernien treten relativ häufig nach offenen operativen Eingriffen auf und variieren stark in Größe und Ausdehnung. Während das Problem bei kleineren Hernien eher im Risiko für eine Einklemmung liegt, kommt es bei großen Narbenhernien zu einer Verlagerung von Darmstrukturen in den Bruchsack und in extremen Fällen verliert der Darm das „Heimatrecht“ im Bauch (Die Bauchdecke passt sich dem verminderten Platzbedarf an), was eine Korrektur des Bruches sehr schwierig macht. Unabhängig davon kommt es zu einer Imbalance der Rumpfmuskulatur mit schwer behandelbaren Rückenschmerzen.

Die Korrektur besonders großer Hernien ist ausgesprochen aufwendig und bedarf sorgfältiger Planung, ausreichender Erfahrung, und guter Zusammenarbeit nach der Operation. Da Narbenhernien meist eine Wachstumstendenz zeigen, ist die Sanierung fast immer indiziert.

Zwerchfellhernie (lat..Hiatushernie)
Die Hiatushernie ist eine Erweiterung der Durchtrittslücke der Speiseröhre im Zwerchfell mit dem Effekt, dass einerseits der Verschlußmechanismus des Magens beeinträchtigt wird - was zu Reflux in die Speiseröhre führt – und andererseits zur teilweisen bis vollständigen Verlagerung des Magens in den Brustkorb (hinter das Herz) führen kann.

Die Notwendigkeit einer Operation (Hernienreparation mit oder ohne Fundoplikation) richtet sich nach dem Beschwerdebild (Reflux, Präcancerosen, Atembeschwerden, immer wiederkehrende Pneumonien,..) und den bestehenden Risiken. Diese Operation erlebte mit Einführung der minimal invasiven Therapie einen Boom, der derzeit einer vernünftigen Nutzen-Risiko-Abwägung gewichen ist. Die minimal invasive Chirurgie vermindert dramatisch das operative Trauma, nicht jedoch die allgemeinen Risiken des Eingriffs, weshalb ich der Ansicht bin, dass die OP – Entscheidung individuell getroffen werden muss.

Für alle Hernien gilt: Über die Notwendigkeit einer operativen Sanierung entscheidet die Lage, das Ausmaß, das Alter, der Leidensdruck sowie das individuelle OP-Risiko - darüber sollten wir reden!

Entzündliche Darmerkrankungen

Die entzündlichen Darmerkrankungen nehmen in den letzten 20 Jahren spürbar zu. Deren unterschiedliche Ausprägungen wie zum Beispiel Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Colon irritabile oder Divertikelerkrankung, um nur einige zu nennen, bedürfen einer engen Zusammenarbeit zwischen Gastroenterologen und Chirurgen, da vor jeder chirurgischen Intervention eine umfassende Abklärung sowie die Ausschöpfung aller konservativen Optionen besprochen werden muss.

Appendizitis

Die Appendizitis (Blinddarmentzündung) ist eigentlich eine Entzündung des Wurmfortsatzes, der von seiner Funktion her am ehesten mit den Rachenmandeln zu vergleichen ist und damit ein Teil des körpereigenen Abwehrsystems darstellt.

Dieses Krankheitsbild wird auch manchmal der "Till Eulenspiegel der Abdominalerkrankungen" genannt, da die Symptome nicht immer klassisch sein müssen und in diverse Regionen ausstrahlen können.

Gefahr besteht beim so genannten Blinddarmdurchbruch (Perforation), da auf diesem Weg Darmkeime in die Bauchhöhle gelangen, die eine Bauchfellentzündung bewirken, welche lebensbedrohlich werden kann. Dies ist der Grund, warum diese Operation häufig auch im Zweifel durchgeführt wird, da das Risiko einer Perforation und damit verbundener Komplikationen das Risiko einer eventuell nicht gerechtfertigten Operation bei weitem übersteigt.

Die Diagnosestellung in der Hand eines erfahrenen Chirurgen basiert in erster Linie auf dem klinischen Erscheinungsbild und der Vorgeschichte (Anamnese). Blutuntersuchungen und Ultraschall sind gute Ergänzungen, ersetzen die beiden ersten Punkte jedoch nicht.

Diese Operation kann in offener und minimal invasiver Technik durchgeführt werden.

Gallenblasenchirurgie

Die Gallenblase selbst ist ein Speicherorgan für die Gallenflüssigkeit die in der Leber produziert und im Dünndarm zur Verdauung gebraucht wird. Die Steinbildung in der Gallenblase allein ist noch keine Indikation für eine Entfernung, jedoch sind es oft sehr unspezifische Beschwerden die durch das Gallensteinleiden hervorgerufen werden.

Abgesehen von immer wiederkehrenden Koliken und symptomatischen Gallenblasenentzündungen, die im Übrigen in jedem Fall eine Operation sinnvoll erscheinen lassen, kann dieses Organ einen Herd darstellen und ich hatte schon einige Patienten mit diffusen Beschwerden im Ober –u. Mittelbauch, die nach der OP verschwunden sind.

Wichtig ist vor einer Operation auch die Abklärung des Magens und es Zwölffingerdarms, da Erkrankungen in diesem Bereich ähnliche Beschwerden verursachen können. Die Entfernung der Gallenblase ist heute eine eindeutige Domäne der minimal invasiven Chirurgie sodass nur noch 3-4% der Operationen in offener Technik durchgeführt werden. Dieser Prozentsatz erhöht sich in der der akuten Situation (eitriger Gallenblasenentzündung mit Gefahr des Durchbruchs) um den Faktor beträchtlich.

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