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Proktologie

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind mit Krampfadern zu vergleichen, die von einem Gefäßgeflecht im unteren Anteil des Mastdarmes ihren Ausgang nehmen. Dieses Geflecht dient eigentlich dem luftdichten Verschluss des Anus und ist für die Unterscheidung flüssig/gasförmig wichtig. Wenn es zu einer Vergrößerung und zeitweiligem bzw. dauerhaftem Vorfall dieser Struktur kommt, spricht man Noduli hämorrhoidales Grad 2-4.

Die Beschwerden sind im wesentlichen Juckreiz, Soiling (Stuhlschmieren), Blutungen und lokale Hautreizung. Schmerzen sind eigentlich erst bei Thrombosierungen in diesen Geflechten typisch. Die Therapie dieser Erkrankung ist abhängig vom jeweiligen Beschwerdebild und der Dauer der Erkrankung.

Die vom mir favorisierte Methode der Wahl bei gering bis mittelgradig ausgeprägten Noduli ist die DG-HAL (DopplerGesteuerte – HämorrhoidenArterienLigatur). Dabei werden die zuführenden Arterien selektiv mit einem Doppler –Ultraschall aufgesucht und unterbunden, dadurch wird die Durchblutung der Knoten reduziert und deren Rückbildung angeregt. Der Vorteil der Methode liegt in der weitgehenden Schmerzfreiheit, der Nachteil darin, dass das endgültige Resultat erst noch etwa 6 Monaten bewertet werden kann.

Bei schwerwiegender Erkrankung empfehle ich allerdings die Methode nach Milligan Morgan, dabei werden die Hauptknoten an maximal 3 Stellen mit einem Anteil Schleimhaut entfernt. Der Eingriff ist etwas schmerzhaft, der Erfolg jedoch meist dauerhaft.

Die Erfahrung des Operateurs ist dabei sehr wichtig um nicht eine narbige Engstelle zu verursachen. Bei entsprechenden Beschwerden berate ich sie gerne.

Analfissuren

Die Analfissur stellt den häufigsten Grund für Analschmerzen nach dem Stuhlgang dar und ist im Grunde nichts weiter als ein Schleimhautriss im äußeren Analkanal an dessen Grund Nervenenden frei liegen und der durch eine negative Wechselwirkung von vergrößertem Schließmuskel und eingedicktem, verhärtetem Stuhl immer wieder aufgerissen wird.

Während bei akuten (neu aufgetretenen) Analfissuren eine konservative Therapie mit Salbe und Stuhlregulierung durchaus erfolgversprechend ist, sollte bei chronischer (länger bestehender) Analfissur eine chirurgische Therapie erfolgen.

Ein kleiner Tip: Ein guter Chirurg weiß um die Schmerzhaftigkeit der Erkrankung und vermeidet die vollständige rektale Untersuchung da die Fissur nach entsprechender Anamneseerhebung bereits bei genauer Inspektion sichtbar ist.

Analfisteln

Eine Fistel ist ein epithelausgekleideter Gang zwischen zwei Hohlorganen oder einem Hohlorgan (z.B. dem Analkanal) und der Haut. Die bisher einzige gesicherte Möglichkeit eine Fistel zu behandeln ist die komplette Exzision im Ganzen und danach der Verschluss der innere Fistelöffnung, gefolgt von der Ausheilung der Exzisionswunde. Verbleibt dabei ein Rest des Fistelganges in der Wunde, ist ein Rezidiv vorprogrammiert. Das erklärt, warum eine Fistelbehandlung so langwierig, kompliziert und schwierig sein kann. Alle anderen Versuche (Klebung , Plugs,…) haben nur vereinzelt Erfolge gezeigt.

Die Fisteln im Rahmen einer Morbus Crohn Erkrankung sind im Übrigen als gesonderte Problemstellung anzusehen und können nur im Rahmen einer Therapie der Grunderkrankung angegangen werden.

Sphinkter (Schließmuskel)

Der Schließmuskel ist ein wesentlicher Teil des analen Verschlusssystems und wird im Rahmen einer "normalen" Geburt gelegentlich in Mitleidenschaft gezogen.

Während in jungen Jahren durch Beckenbodentraining dieses Manko kompensiert wird, kann es in weiterer Folge zu beträchtlichen Inkontinenzproblemen kommen.

In Fällen, wo eine konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt, kann eine Rekonstruktion des Schließmuskels notwendig sein. Dabei werden die Muskelenden aufgesucht und danach rekonstruiert. In seltenen Fällen kann mit einem Beinmuskel der Schließmuskel ersetzt werden.

Condylome (Feigwarzen)

Condylome sind eine virusbedingte Hauterkrankung die fast ausschließlich im Anogenitalbereich vorkommt und nur die oberste Hautschicht (Epidermis) betrifft. Bei gering bis mittelgradiger Ausprägung der perianalen Condylome kann mit einer sorgfältigen Entfernung das Problem gelöst werden, indem entweder die Wucherung unterspritzt und mit der Schere abgetragen wird oder mittels Laser oberflächlich verdampft wird.

Da diese Erkrankung sehr hartnäckig sein kann, sind unter Umständen 2-4 Durchgänge in 2-3wöchigen Abständen notwendig. Bei massivem Befall sollte zuerst ein medikamentöse Therapie gestartet und erst danach die Gewächse lokal entfernt werden.

Dies geschieht meist in Zusammenarbeit mit der Dermatologen oder Gynäkologen.

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